Petra Plaum

„Wie kommt die Geisteswissenschaftlerin zur Medizin?“

Meine Antwort darauf: Aus Leidenschaft. Schon im Volontariat mit begleitender Journalistenschule des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) schrieb ich viel über Themen wie pränatale Diagnostik, Leben mit Handicap oder chronischer Krankheit. Auch Bildungsrecherchen faszinierten mich von Anfang an, für einen Text über ein Ulmer Schulprojekt für Migrantenkinder bekam ich 1994 meinen ersten Journalistenpreis. Meiner Möglichkeiten als freie Journalistin wegen studierte ich im Anschluss in Stuttgart: Politikwissenschaften und Anglistik/Amerikanistik. Da ging es u. a. um Politikinhalte, also Gesundheits- und Bildungspolitik. Auch Statistik und Psychologie spielten eine Rolle – der Weg zu dazu passenden Reportagen und Berichten war geebnet. Ich verbrachte ein Studienjahr in San Bernardino/Kalifornien, lernte berufsbezogen und privat bislang 32 Länder kennen – eine gute Grundlage für internationale Recherchen. Schon als Studentin gab ich Kurse zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. 1998 ging ich (noch studierend) als Fernsehjournalistin zum frisch fusionierten Südwestrundfunk, 1999 schloss ich mein Studium mit dem Magister ab und blieb beim TV. Als ich 2002 und 2003 drei Töchter bekam, passte das nicht zur Arbeit einer Fernsehfrau – dafür lernte ich im täglichen Leben fernab der Kameras umso mehr in Sachen Medizin, Gesundheit und Bildung. Darauf baute ich umfassende Recherchen auf – und besann mich auf meine beruflichen Wurzeln: das Schreiben. Seit 2008 gebe ich zudem wieder Workshops und Seminare. Wie viele Ärzte und Pädagogen, so glaube auch ich an Teamarbeit. Das Netzwerk Texttreff – das Netzwerk wortstarker Frauen verbindet mich mit wortstarken Frauen in aller Welt, außerdem kooperiere ich mit Pressefotografen und Grafikern aus ganz Süddeutschland.

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