5 Tipps, um in die Zeitung zu kommen

Trotz der Erfolge der sozialen Medien bleibt die klassische Pressearbeit für Krippen-, Kindergarten- und Kita-Teams wichtig, um

  • Eltern zu zeigen, wie sehr Sie sich engagieren, damit es ihrem Nachwuchs gut geht
  • In Ihrer Nachbarschaft Sympathien zu gewinnen
  • Netzwerke zu bauen mit anderen Kindertagesstätten, Schulen, Ausbildungsstätten etc.
  • Sponsoren zu werben.

Die Chance auf einen Abdruck in der Zeitung stehen dann gut, wenn die Redakteur*innen glauben, dass die eigene Leserschaft großes Interesse daran hat.

Tipp 1: Liefern Sie spannende Neuigkeiten

Journalist*innen denken an den Nachrichtenwert jeder Geschichte. Einen hohen Nachrichtenwert hat, was

  • in der Nachbarschaft passiert
  • aktuell ist
  • alles Besondere, Ungewöhnliche, fernab des Alltags.

Gute Zeitpunkte, die Medien zu kontaktieren, sind darum zum Beispiel:

  • Planung und Bau einer Kita
  • Einweihung, Erweiterung, bedeutender Umbau
  • Schließung oder Umzug
  • Wenn eine Kita ein neues pädagogisches Konzept bekommt, zum Beispiel abends länger öffnet, zweisprachig wird, Kinder mit Handicaps aufnimmt.
  • Jubiläen
  • Leitungswechsel
  • Prominenz vor Ort (Bischöfin, Oberbürgermeister, Schauspielerin …)
  • Oft klappt es auch mit Festen und Feiern wie: Tag der offenen Tür, Basar, Sommerfest, runden Dienstjubiläen, Spendenaktionen, Erste-Hilfe-Kursen, besonderen Bildungsangeboten (Vorträgen, Bilderbuchkino …)

Tipp 2: Suchen Sie den persönlichen Kontakt

Am besten funktioniert es, wenn Sie eine*n Reporter*in persönlich kennen. Ansonsten greifen Sie am besten zum Telefon, um solch einen Kontakt anzubahnen. E-Mails gehen auch immer, aber bitte denken Sie daran: Journalist*innen bekommen über 100 berufliche E-Mails pro Tag. Da geht vieles unter.

Das Telefon als Backup ist also sinnvoll: Rufen Sie in der Redaktion an, fragen Sie die Redaktionsassistenz nach der Adresse der Redakteurin, die für Bildungs- und Familienthemen zuständig ist, und rufen Sie dann dort direkt an.

Tipp 3: Nutzen Sie die „goldene halbe Stunde“

Als perfekte Zeit für Redaktionstelefonate haben sich folgende Zeitspannen erwiesen.

  • Dienstag, Mittwoch, Donnerstag jeweils zwischen 11.30 und 12.00 Uhr 

Warum nicht früh morgens? – Redakteur*innen arbeiten oft von spät bis spät. Zwischen 10 und 11 gibt es in den Tageszeitungsredaktionen meistens eine Konferenz. Nach der Konferenz ist das Team noch relativ entspannt, doch nach dem Mittagessen geht es rund bis zum Abend.

Gut zu wissen auch: Am Montagvormittag müssen hunderte von Mails vom Wochenende bearbeitet werden, am Freitag gehen einige nachmittags zu Außenterminen und dann direkt ins Wochenende. Rufen Sie am besten zwei Wochen vor Ihrer Veranstaltung an.

Tipp 4: Wenn niemand kommt, schreiben Sie selbst

Seien Sie nicht zu enttäuscht, wenn die Zeitung fernbleibt– rufen Sie lieber am Tag darauf in der Redaktion an und fragen, ob Sie einen Nachbericht zu Ihrer Veranstaltung schicken dürfen. Wenn die Redaktion ja sagt, sollten Sie die maximale Länge und den spätestmöglichen Zeitpunkt zur Abgabe vereinbaren.

In Tageszeitungen, Anzeigenblättern und für Online-Medien liegt die beste Länge meistens zwischen 1.500 und 3.000 Zeichen. Dazu schicken Sie im Idealfall zwei hübsche, scharfe digitale Fotos per Mail.

Tipp 5: Bleiben Sie dran!

Bei aller Mühe werden Sie öfter am Telefon hören, dass die Redaktion noch nicht weiß, ob und wann sie den Bericht unterbringt. Falls es nicht klappt (bisweilen passiert einfach zu viel, Ihr Kita-Text wird von Wirtschaftsskandalen, Prominenz und Unfällen verdrängt): Bedanken Sie sich am besten trotzdem und versuchen Sie es beim nächsten Jubiläum, Fest oder Vortrag erneut.

Was bei der Pressearbeit hilft, ist allgemein, dranzubleiben. Legen Sie sich am besten eine Excel-Tabelle mit dem Medium, Ihren direkten Kontaktpersonen, deren Durchwahl und E-Mail-Adressen an. Nehmen Sie auch die freien Journalist*innen mit auf, die Sie im Laufe der Zeit kennenlernen. Alle zwei Jahre lohnt es sich, in den Redaktionssekretariaten anzurufen und nachzuhaken, ob die Kontaktdaten noch aktuell sind. Redaktionen ändern häufiger ihre E-Mail-Adressen, um weniger Spams zu erhalten. Journalist*innen wechseln öfter mal das Medium.

Meine Erfahrung mit der Pressearbeit für Kitas und pädagogische Projekte lautet: Geduld, Freude am Netzwerken und guter Service für die Redaktionen zahlen sich aus.

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